Der Leistungsnachweis im Hochsauerlandkreis – fast schon eine traditionelle Veranstaltung
Seit 1991 wird im Hochsauerlandkreis der Leistungsnachweis der Feuerwehren nach den Richtlinien des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) NW durchgeführt. Aus relativ kleinen Anfängen hat sich im Laufe der Jahre eine Veranstaltung mit mehreren hundert Teilnehmern entwickelt, die neben der Darstellung der Leistungsfähigkeit natürlich auch der Kameradschaftspflege dient.
Welch hohen Stellenwert der Leistungsnachweis im Hochsauerlandkreis hat, zeigt sich auch in der Tatsache, dass immer wieder Gruppen aus den benachbarten Landkreisen (z. B. Olpe, Siegen/Wittgenstein) an der Veranstaltung teilnehmen.
Nach dem Wortlaut der Richtlinie des LFV NW verfolgt der Leistungsnachweis den Zweck einer intensiven Ausbildung der Feuerwehrangehörigen innerhalb der Gruppe. Die Übungen sowie die Beantwortung von Fachfragen dienen hauptsächlich der Vermittlung der Kenntnisse der Feuerwehrdienstvorschriften, der Erhöhung der Schnelligkeit bei der Brandbekämpfung bzw. der technischen Hilfeleistung, der sicheren Handhabung der Geräte, der körperlichen Leistungssteigerung sowie der Stärkung des Kameradschaftsgeistes.
Der Leistungsnachweis besteht aus:
... dem feuerwehrtechnischen Teil
Hier kann die Gruppe wählen zwischen der Durchführung eines Löschangriffes (Einsatz von 3 C-Rohren, Einsatz von 1 B-Rohr und 2 C-Rohren, Einsatz von 1 Schaumrohr und 2 C-Rohren) und der Durchführung einer technischen Hilfeleistung (Person bei Dunkelheit mit Bein unter Container eingeklemmt, eingeklemmte Person in Pkw nach Verkehrsunfall – bei Dunkelheit, Person nicht ansprechbar, Retten einer Person aus einem Brunnenschacht). Die Art der Übung (Löschangriff oder alternativ Technische Hilfeleistung) wird einen Monat vor der Veranstaltung vom Kreisbrandmeister bekannt gegeben.
... dem Anlegen von Knoten und Stichen
Durch das Anlegen der Knoten und Stiche soll jeder Angehörige der Gruppe den Nachweis erbringen, dass er die wichtigsten im Feuerwehrdienst verwendeten Knoten und Stiche kennt und anlegen kann. Auch die anzulegenden Knoten und Stiche werden einen Monat vor dem Leistungsnachweis durch den Kreisbrandmeister bekannt gegeben.
... der Beantwortung von schriftlichen Fragen
Diese Fragen werden jährlich durch den LFV NW herausgegeben. Die Beantwortung dient der Überprüfung des theoretischen Wissens.
... dem sportlichen Teil (Staffellauf)
Hierbei handelt es sich nicht um einen „einfachen“ Staffellauf, sondern um einen 450 m langen Hindernisparcours mit dem Übersteigen einer Hinderniswand, dem Balancieren auf einem Schwebebalken und dem Durchqueren eines Rohres. Der Lauf ist von der neunköpfigen Gruppe in entsprechender Feuerwehrbekleidung in zwei Minuten zu absolvieren.
Sie sehen, hier wird die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehrkameraden gefordert und jede Menge „Action“ geboten. Dabei ist der Leistungsnachweis nicht ausschließlich eine Veranstaltung für Feuerwehr-Enthusiasten; im Gegenteil, wir freuen uns über viele Besucher. Seien Sie doch auch einmal dabei!
Um einen Eindruck zu gewinnen, klicken Sie doch in die Berichte und Bilder des vergangenen Jahres.
Der kommende Leistungsnachweis
Der nächste, es ist übrigens der 22. Leistungsnachweis nach den Richtlinien des Landesfeuerwehrverbandes NW, findet am 29.09.2012 in Sundern-Hellefeld statt.