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Kreisfeuerwehrtag 2005

Der letzte Kreisfeuerwehrtag fand am Donnerstag, 27.10.2005, in der Stadthalle in Meschede statt.

Bei der Organisation dieser Veranstaltung gingen wir erstmals neue Wege.

Unser Ziel ist es, mit unseren Vertreter in den Parlamenten sowie Repräsentanten der Unternehmen und Verwaltungen im Hochsauerlandkreis ins Gespräch zu kommen über Themenstellungen, die uns auf den Nägeln brennen.

Welche Rahmenbedingungen braucht eine freiwillige Hilfsorganisation, um den Erwartungen gerecht zu werden?

Überall im Hochsauerlandkreis ist der Feuerschutz freiwillig organisiert, d. h. die Feuerwehren bestehen zum weit überwiegenden Teil aus ehrenamtlichen Angehörigen. Und wenn dies so bleiben soll, ist die Feuerwehr allerorts mehr denn je auch auf den guten Willen und das Entgegenkommen der Arbeitgeber angewiesen. Die Schwierigkeiten sind vielfältig: Mitarbeiter müssen ihre Melder zu Hause lassen, Nacharbeiten von Fehlstunden, Arbeitsbeginn nach nächtlichen Einsätzen, Freistellung für Aus- und Fortbildung. Dabei hat die Freiwillige Feuerwehr einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: die relativ geringen Kosten. Bei der Beschäftigung hauptamtlicher Kräfte fallen in hohem Maße Personalkosten an sowie einmalig Baukosten und laufende Unterhaltungskosten für Sozialräume, da diese hauptamtlichen Kräfte ja den Feuerschutz rund um die Uhr sicherstellen müssen.

"Stell' Dir vor es brennt - und keiner kommt!" und "Können wir uns eine freiwillige Feuerwehr überhaupt leisten?" sind diese Themen, für die wir mit Elmar Reuther, Präsidiumsmitglied des Städte- und Gemeindebundes und Bürgermeister der Stadt Olsberg und Bezirksbrandmeister Hartmut Ziebs, selbst Unternehmer, kompetente Referenten gewinnen konnten. In Anschluss an die Referate findet eine Podiumsdiskussion statt unter Leitung von Dirk Glaser, bekannt durch die Moderation der "Lokalzeit Südwestfalen" im WDR-Fernsehen.

In einer Zeit, in der von Arbeitnehmern eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Arbeitszeiten, der verlängerten Wege zu Arbeitsplatz, aber auch der innerbetrieblichen Arbeitsabläufe verlangt wird, wollen wir unseren Verwaltungen und Unternehmen nicht den schwarzen Peter zuschieben, sie allein seien dafür zuständig, in ausreichendem Maße Feuerwehrkräfte auch während der Tagesschicht zur Verfügung zu stellen. Auch auf Seiten der Feuerwehr ergeben sich Ansätze zur Verbesserung der Gesamtsituation: Muss jede Ölspur von der Feuerwehr beseitigt werden? Gibt es Möglichkeiten, Einsätze während der Tagesschicht auf mehr Schultern als bisher zu verteilen? Besteht die Möglichkeit, Ausbildungsveranstaltungen zeitlich flexibel zu gestalten?

Über diese und ähnliche Fragestellungen wollen wir gemeinsam diskutieren und versuchen, im persönlichen Gespräch zum einen Verständnis für die Anforderungen des jeweils anderen zu wecken und vielleicht auch Lösungsansätze zu entwickeln.





©  2012 Kreisfeuerwehrverband Hochsauerlandkreis | Letzte Aktualisierung dieser Seite: 24.01.2012